| Veräppelt #1 | Ein Apfelmarmeladen-Rezept zum glücklich sein

Die Apfelzeit hat begonnen!!! Juhuuuuu!!! Die Bäume tragen schwer an den süßen Früchten, da wollen wir sie einmal etwas erleichtern und ihnen welche abnehmen. Ich persönlich liebe Äpfel, also meine Süßen, es wird in den nächsten Wochen auf dem Blog etwas apfellastig werden…

Heute möchte ich aber mit einem ganz einfachen Rezept anfangen. Beim Kochen hab ich leider nur begrenzt Geduld… Bei mir muss alles ruckzuck gehen und hinterher köstlich schmecken! Deswegen fangen wir heute mit einem Apfel-Zimtmarmeladenrezept an. Das geht schneller und leichter, als man (ich) denkt. Und ich verspreche euch, eure Wohnung wird himmlisch duften!

Inspiriert wurde ich beim Spazierengehen. Mein Prinz Charming und ich haben uns in einen Apfelhain verlaufen. Wir versuchen im Moment etwas Abstand vom Fernseher zu nehmen. Weil ich manchmal beim Einschlafen feststellte, dass wir den ganzen Abend noch gar nicht richtig miteinander geredet haben! Das macht mich dann immer so unzufrieden, dass ich ihn nicht mehr schlafen lassen will und ihn mit immer neuen Fragen löchere… Jaja, so ist das mit der Liebe! Hihi. Spazieren gehen ist da wirklich die beste Medizin. Und wer könnte schon dem melancholischen Herbstwetter widerstehen! Der erste Schritt (im wahrsten Sinne des Wortes) ist wie gewohnt schwer, danach bekommt man aber immer mehr Lust! Da landeten wir ganz unverhofft im Paradies, in welchem schon Eva vom Baum genascht hat. Wir taten es ihr gleich und die Äpfel waren sooo köstlich! Eine Woche später kehrte ich spontan mit meiner lieben Fräulein O. und einem riesigen Korb zurück, um die süßen Früchte en masse zu ernten.

 

In abwechselnd Regen und gleißendem Sonnenschein stapften wir durch die Wiesen. So naturverbunden habe ich mich seit meinem Forstpraktikum in der Schule nicht mehr gefühlt. Da mussten wir jeden Tag acht Stunden im Wald arbeiten, im November! Manchmal hat es sogar geschneit. Nach dem anfänglichen Trotz hat es aber tatsächlich irgendwann Spaß gemacht… Jetzt kann ich aber Wälder aufforsten und Bäume fällen, auch wenn das bei mir immer lustig aussieht, wenn ich mich mit meinen dünnen Ärmchen abmühe!

Kommen wir einmal zum Rezept:

Ihr braucht:

  • 1,5 kg Äpfel
  • 500ml Apfelsaft
  • 1kg Gelierzucker 2:1
  • 6 TL Zimt

So, meine Lieben, jetzt schnappt ihr euch eure Äpfel, setzt euch vor Grey’s Anatomy oder vor Stolz und Vorurteil, schnippelt und schält drauf los… Wir brauchen etwa mundgroße Stückchen, und die schalenlos. Wichtig ist aber, dass dabei nochmal viel Gewicht der Apfelmenge verloren geht… Also pflückt vorher lieber noch ein bisschen mehr!

Ehrlich gesagt bin ich selber noch ein kompletter Marmeladen-Neuling. Bis zum Schnippeln kam ich noch prima mit, als es dann aber an das Kochen anging war ich etwas ratlos. Die gute Fräulein O. hat mir dann aber weitergeholfen. Und siehe da: es war super einfach!

Ihr nehmt einen großen Topf, befüllt ihn mit Saft, Äpfeln, Zucker und schaltet die Herdplatte an. Zum Warmwerden darf sie ruhig etwas höher eingestellt sein, aber vergesst nicht, ab und zu einmal umzurühren! Nun fügt ihr 3 TL Zimt auf 1 kg bzw. 1 Liter Frucht hinzu. Alles Weitere erklärt die Rückseite der Verpackung eures Gelierzuckers. Meist muss man den Brei einmal aufkochen und dann etwa 4 Minuten sprudelnd weiter kochen lassen.

Anschließend wird der Pürierstab gezückt, bei mir ging es auch sehr gut im Mixer. Im Prinzip wäre eure Marmelade jetzt fertig.

Wenn da nicht die Sache mit dem Vakuum währe… Das ist das Allerwichtigste, wenn es um die Haltbarkeit eurer leckeren Schlemmerpaste geht! Meine Mama hat mir das immer eingebläut, wenn ich mit hungrigen Zuckermäulchen in unserer kleinen Küche saß und ihr beim Gelee-Kochen zugesehen habe.

Alles, was ihr beachten müsst, ist, dass die Marmelade und die Gläser richtig heiß sind. Am besten kocht ihr parallel zum Pürieren Wasser im Wasserkocher auf, und gießt dieses in die Gläser. Das desinfiziert sie gleichzeitig. Ein anderer Hausfrauen (Mama-) Trick ist, Sie in der Spülmaschine zu waschen, sodass ihr sie noch richtig heiß und sauber dann heraus nehmen könnt. Finde ich aber irgendwie umständlich, weil man dann alles zeitlich abstimmen muss…

Wenn eure Gefäße dann befüllt und verschlossen sind, müsst ihr sie auf den Kopf stellen, bis alles erkaltet ist. Nun ist ein Vakuum entstanden, weil sich die Luft beim Abkühlen zusammen zieht. Stimmt doch, oder? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung! Im Chemieunterricht war ich eher immer semiaufmerksam… Bei Optik komme ich noch mit, ich weiß, wie man die Einheit von Kraft berechnet, aber dann? Nada. Ich kann mich nicht einmal mehr erinnern, was danach noch kam… Man merkt jedenfalls, dass es funktioniert hat, wenn sich eurer Deckel nach innen gezogen hat. Drückt einmal mit dem Finger darauf. Wenn er sich nicht mehr eindellen lässt, ist alles perfekt!

Und fertig ist es! Unsere Marmelade! Die Etiketten könnt ihr wie immer hier kostenlos herunter laden. Aber natürlich ist bei euren kein Datum darauf.

Da mein Prinz Charming von Haus aus etwas mäkelig ist, (ich kann das hier schreiben, weil er eh nicht bis hier unten ließt), hatte ich etwas Bammel, dass es ihm nicht schmecken würde, da es keine rote Marmelade ist! Umso überraschter war ich, als er vorschlug sie das nächste Mal zu Jogurth und Kartoffelpuffer zu essen. Ein Glück! Das war Salbe für meine frisch entdeckte Marmeladenkochende-Seele!

 

 Und während ich so da stand und verträumt in meinem Marmeladentopf herum rührte, wurde mir einmal mehr klar, dass sich selbst glücklich machen doch so einfach ist! Das mag jetzt vielleicht pathetisch klingen, doch ich strahle jedesmal wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich jemandem eine von meinen selbstgemachten Marmeladen mitbringe. Stolz wie Oskar bin ich!

In Zukunft werde ich garantiert öfter in einem Marmeladentopf rühren. Es hat etwas ungemein meditatives. Da jetzt noch so viele Äpfel übrig sind, ich hab natürlich viel zu viele gepflückt, gibt es nächste Woche ein Rezept für Apfelcrumble. Mein Alltag mit meinem neuen Job pendelt sich langsam ein, ihr werdet jetzt einmal wöchentlich mittwochs von mir hören. 

Ich sitze jetzt gerade im Zug und die Sonne geht über den Bergen auf. Herrlich!

Allerliebste Grüße, 

Eure Rea

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7 Gedanken zu “| Veräppelt #1 | Ein Apfelmarmeladen-Rezept zum glücklich sein

  1. Liebe Rea,
    über Dunis Blog habe ich eben zu dir gefunden. Was für eine tolle Idee Apfelmarmelade selbst zu machen. Ich bin sehr gespannt wie das so schmecken mag. Ich kenne ja Apfelmus, aber keine Apfelmarmelade, aber ich bin sicher, das schmeckt sehr ähnlich.
    Ich bin total verliebt in deine Bilder, sieht aus wie in einem Märchen. ♥
    Liebste Grüße,
    Julia

    Gefällt 1 Person

    1. Meine liebe Julia, vielen Dank für deine lieben Worte! Ich freue mich immer über Kommentare, aber deines hat mir richtig das Herz erwärmt! Ich habe mir heute auch schon Deinen Blog angesehen und muss sagen, dass ich total begeistert war. (Ich folge dir auch schon auf bloglovin‘) ❤️
      Besonders deine diy’s haben mir so gut gefallen! Wirklich schön, was du da gezaubert hast. Da werde ich bestimmt auch mal versuchen etwas nachzumachen…
      Ich wünsche dir noch eine schöne und entspannte Woche. Die Sonne scheint bei uns gerade, vielleicht beglückt sie dich ja auch!
      Liebste Grüße,
      Deine Rea

      Gefällt mir

  2. Hallo du Liebe,

    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und möchte dir direkt mal ein paar liebe Worte dalassen. Dein Werk hier gefällt mir wirklich sehr gut! 🙂
    Besonders dieser Beitrag hier ist genial, denn ich bin ein absoluter Marmeladenfan und muss dabei noch gestehen, dass ich wirklich noch nie Apfelmarmelade gegessen habe! Das muss sich schleunigst ändern, denn durch deine Bilder hast du mir wirklich total Lust darauf gemacht. Also wird bei mir demnächst mal eine Apfelmarmelade angerührt nach deinem Rezept. Danke dafür 🙂

    Allerliebste Grüße von Helena ❤
    http://www.letsmakeanewtomorrow.blogspot.de

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Helena, vielen Dank für deine lieben Worte, ich hab mich so gefreut! Du hast meinen Tag rundum versüßt! Ich hab auch gleich mal bei dir vorbei geschaut, und fühle mich jetzt noch mehr geehrt. ❤️ ich bin ja noch ein ziemlicher Neuling… Also vielen, vielen Dank!
      Ich würde mich super freuen, wenn du es ausprobierst. Vielleicht magst du mir Fotos von deiner Marmeladen-Session schicken auf konfetti.kpf@gmail.com!
      Ich sende dir allerliebste Grüße und Wünsche dir noch eine sonnige Woche, deine Rea

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